Penthesilea-Zitat auf einer Grabplatte
auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf

 


Die abgestorbne Eiche steht im Sturm,

doch die gesunde stürzt er schmetternd nieder,
weil er in ihre Krone greifen kann.
Heinrich von Kleist, Penthesilea, Vs. 3041-3044

Gabriele Gelinek, Mitglied der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, hat eine Frage zur Herkunft einer Bronzeplatte, die ihr auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf aufgefallen ist.

Die Platte mit einem Zitat aus Kleists Tragödie ‚Penthesilea‘ stammt von einem unbekannten aufgelösten Grab, mißt 31x45cm und ist im Besitz des Friedhofsmuseums in Hamburg-Ohlsdorf.

Die Bestattung fand vermutlich zwischen 1877 (Friedhofseröffnung) und dem Ende des Ersten Weltkriegs statt. Das Zitat deutet darauf hin, daß es sich bei der oder dem Toten um einen jungen, gesunden Menschen handelte, der plötzlich, womöglich durch Unfall oder Kriegseinwirkung, den Tod fand; oder um eine Person, die sich dem Werk Heinrich von Kleists besonders verbunden fühlte.

Gibt es Unterlagen oder Erinnerungen im Zusammenhang mit der Platte, oder mit Personen, auf die diese Gegebenheiten zutreffen könnten?

Und gibt es Informationen, ob dieses Zitat im angegebenen Zeitraum auf Gräbern öfter verwendet wurde?

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